die bösen "psychisch Kranken" und der gesunde Gustl Mollath

die bösen "psychisch Kranken" und der gesunde Gustl Mollath

Beitragvon Tom » Mi 2. Jul 2014, 23:21

wo gibts denn sowas, dass ein Gutachter vor seinem Gutachten vom Fernsehen befragt wird, was er denn hält von seinem wahrscheinlichen Klienten ? Das muss man sich mal bei einem psychiatrisierten Obdachlosen vorstellen.


Der Elite Patient Mollath kommt erst rein und jetzt groß raus. Ein Fressen für die Medien, was an sich schon aufzeigt wie suspekt, die ganze Sache ist, die man dort veranstaltet. Hätte er früher keinen Porsche gefahren, sondern wäre ein gejagter, unschuldig eingesperrter, psychiatrisierter, wasserentzogener Kinderrechtler gewesen oder wäre gar ein Pädophiler, er hätte seine schnauze zu halten und niemals eine Öffentlichkeit für die Mißstände in der Psychiatrie bekommen und wäre wahrscheinlich da drin schon längst eines "natürlichen Todes" gestorben, wie man dazu später sagen würde. Peter Schult grüsst Gustl Mollath. Ulli R. ebenfalls.


http://indianerkommune-forum.de/phpBB3/ ... ?f=82&t=79


Seit Ulli Rs Fall spätestens hat sich die Justiz in Franken, die Jugendamtstruppe und die Gutachermuffia bis dato sich an Fällen - die nie bekannt wurden, nur geübt und geschult, also routinisiert und perfektioniert, sodass der Mollath-Fall als ERGEBNIS DAVON nur ein Fall unter vielen ist, die schon vor ihm keine Porsche Publicity hatten, um gehört zu werden. Aber wenn man "wertvolles" Glied des Kapitalismus ist und dann weg gesperrt wird, das überspannt offensichtlich den Bogen, mit dem die Psychosmuffia die Leute abschiesst, erst das erweckt Aufsehen und Empörung sonst gar nichts. Andere sind doch sicher "zu Recht" da drin oder? Sprich Mollaths Lebenseinstellung und Sexualität mus einfach äusserst normal sein. Mit einem "perversen" der Skandale aufdeckt, die sind als die der Mollaths, die mit TODESFÄLLEN ENDEN, und die dafür, dass sie den Mund aufmachen dafür mit ihrem Leben zu bezahlen haben, kann man doch nicht nicht an die Öffentlichkeit gehen. Mollath kratzt also nur an der lächerlichen Oberfläche, die ein Zweiklassensystem in der Psychiatrie aufrecht erhält, moralische Spaltung zwischen "zu Unrecht Eingewiesenen" und auch seiner Meinung nach "zu recht Eingewiesenen" bleibt voll bestehen.



peter.jpg




http://www.br.de/fernsehen/bayerisches- ... s-100.html
Tom
 

Re: die bösen "psychisch Kranken" und der gesunde Gustl Moll

Beitragvon werner Fusszentrum » Mo 8. Sep 2014, 18:45

Nachlese:
Mollath-Urteil beweist den Willen des Gerichts zur Willkür

In seinem Begehren Gustl Mollath zu demütigen und psychiatrisch begutachten zu lassen, hat das Regensburger Landgericht jedoch nur eines bewiesen: seinen eigenen Willen zur Willkür.
Sein Urteil stützt das Gericht in der Begründung auf zwei Behauptungen:
a) es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Täter bei Begehung der Tat schuldunfähig geisteskrank war.
b) die forensische Untersuchung des gegenüber dem Gutachter Nedopil schweigenden Herrn Mollath aus 10 m Entfernung im Gerichtssaal habe ergeben, dass Herr Mollath nun ungefährlich für die Allgemeinheit sei.

Beide Behauptungen sind ein Witz, denn
a) kann jede/r Angeklagte selbstverständlich im Prozess unwiderlegbar behaupten, z.B. eine Stimme Gottes habe zu ihm gesprochen und befohlen, die Tat zu begehen, und schon ist nicht mehr auszuschließen, dass der Täter schuldunfähig aufgrund einer Geisteskrankheit gewesen sein könnte.
b) ein Schweigender ist ungefährlich, für "Gefährlichkeit" bedarf es Anhaltpunkt, die der zu Untersuchende durch eigene Offenbarung liefern muss, um wenigstens den Verdacht eine zukünftigen Gefahr für die Allgemeinheit behaupten zu können - also nichts selbstverständlicher, als dass ein Gutachter im Gerichtsssal einem Schweigenden nichts anderes als unprognostizierbare Gefährlichkeit bescheinigen kann - also Freispruch für den/die Angeklagten.
Praktisch immer :-)

Welchen Grund - außer unüberlegten Machtdemonstrationsgelüsten - hat das Landgericht so einen Quatsch in die Begründung des Urteils zu schreiben?
Es wusste von vornherein, dass es durch den sowieso schon feststehenden Freispruch in die Begründung schreiben konnte, was immer es lustig findet, nur der Himmel ist ja über ihm, es ist das Ende der Rechtsfindung.
Nur eines hat es nicht bedacht:
Bald wird es wieder zu Gericht sitzen und was sagt es dann, wenn es mit der Argumentation a) + b) konfrontiert wird?
"Was geht mich mein dummes Geschwätz von gestern an", wird es sagen - und damit seinen Willen zur Willkür beweisen.

Was man daraus lernen kann? Nur eines - sobald sich die Juristerei überhaupt auf irgendwelchen psychiatrischen Diagnonsens einläßt, hat sie sich rettungslos im Unrecht verstrickt.
werner Fusszentrum
 

Re: die bösen "psychisch Kranken" und der gesunde Gustl Moll

Beitragvon walden-mb » Do 1. Okt 2020, 18:01

Das System ist halt durch-und-durch "kapitalistisch"... Gutachter liefern halt das was erwartet wird. Damit steht das Ergebnis im Grunde schon vor der Begutachtung fest. Das beginnt doch schon beim Schulpsychologen: Als Kind bist Du ja eigentlich heute nur normal wenn Du ADHS als Diagnose bekommst... Alles andere wäre ja schon Bestätigung des Scheindtods...

Sinn wurde das alles erst dann machen, wenn die Gutachter nicht wuessten wer ihnen gerade und warum gegenuebersitzt. Wenn also alles möglich wäre - vom braven unbescholtenen Beamten und CSU-Wähler... bis zum "Massenmörder"...
Wenn dabei was Sinnvolles rauskäme - dann wurde ich der Zunft meine vollste Hochachtung zollen...

Aber ich denke dass es schon einen Grund hat warum die Gutachter genau wissen worum es geht... weil sie nämlich sonst in den allermeisten Fällen nie draufkommen wurden...

Ich sage es mal so: Masssive Störungen kann selbst ein Laie intuitiv wahrnehmen (auch wenn er sie nicht benennen kann). Aber in den meisten Fällen geht´s ja heute nicht um Leute bei denen "komplett was im Kopf kaputt ist" - meist geht es ja "nur" um Leute die noch sowas wie ihren eigenen Kopf haben - und ihrem eigenen Stern folgen...
Da geht es also um Menschen die tatsächlich noch Individuum sind - und nicht eine "Ameise auf zwei Beinen" die nix weiter macht als ihre Funktion im Staat zu erfuellen.

Aber die Letztgenannten will der Staat ja als "Normale" haben... Und diesen "Normalen" muss man (damit die nicht mal selber auf den Trichter kommen dass bei ihnen was schief läuft...) halt den Eindruck vermitteln dass jeder "Freidenker" irgendwo zwischen Terrorist und Kinderschänder anzusiedeln ist... im Zweifelsfalle Beides auf Einmal...
Das ist schon deshalb wichtig weil ja irgendwo in Jedem ein bisschen was zwischen Terrorist und Kinderschänder steckt... Und dieses bisschen soll dem Einzelnen so viel Angst machen - dass er ein ganz besonders braver Staatsbuerger ist...

Das Prinzip hatten schon die Katholen eingefuehrt... Sex - ausser wenn Missionarsstellung innerhalb der Ehe und mit ohne Verhuetung - ist ganz böse - und wenn man Spass dran hat noch viel böser... Höllenandrohung... Und so wurden sie alle brave Katholiken weil sie alle genau wussten dass sie im Bett und in Gedanken ganz böse Suender sind...
walden-mb
 

Re: die bösen "psychisch Kranken" und der gesunde Gustl Moll

Beitragvon admin » So 11. Okt 2020, 11:01

da frag ich mich,

wie müsste der ansatz sein, erfolgreichen widerstand zu leisten ?
und wie kriegt man die menschen dazu, ihre innerliche angst und gleichgültigkeit zu überwinden

lg
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